Zur Mahlsdorfer Sekundarschule

Veröffentlicht von Dmitri Geidel 17. Februar 2019

Keine No-go-Schulen in Berlin – Schulentwicklung absichern

Die Schulbauoffensive des Landes Berlin sorgt dafür, dass Schüler für die Zeit der Bauarbeiten in andere Gebäude ziehen müssen. Das kann unter anderem zu räumlicher Enge und längeren Fahrtwegen führen. Ängste um den Schulplatz und die Qualität des Unterrichts seitens der Eltern sind verständlich und müssen ernst genommen werden. Nicht zu tolerieren ist jedoch, wenn Schülern aufgrund ihrer sozialen Herkunft der Zugang zu einer Schule verwehrt wird.

Aktuell wird unter anderem die Wolfgang -Amadeus-Mozart-Schule in Hellersdorf saniert. Für die Zeit der Bauarbeiten sollen die Schüler an die größtenteils noch leer stehende neue Sekundarschule in Mahlsdorf wechseln. In sozialen Medien wurde von einzelnen Eltern Protest geäußert, dass ihr Nachwuchs nicht mit den Kindern aus Hellersdorf auf eine Schule gehen solle.

Mit Blick auf die Situation in Mahlsdorf sagte Dmitri Geidel, SPD-Vorsitzender Wuhletal-Süd: „Es ist unverantwortlich,wie einige Parteien die Angst der Eltern für ihre politischen Ziele ausnutzen.Statt für ein gutes Zusammenleben in der Stadt zu kämpfen, spalten sie mitihrem Populismus. In Berlin gibt es keine No-go-Schulen. Jedes Kind istwillkommen.

Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass beide Schulen nicht in ihrer eigenständigen Profilbildung behindert werden. Die Aufnahme von Schülern in der Mahlsdorfer Schule muss Vorrang haben, damit ein gesundes Hochwachsen möglich wird. Die Aufnahme von vier siebten Klassen in diesem und im nächsten Schuljahr muss gesichert werden. Zusätzliche Sozialarbeiter können hier hilfreich sein. Auch die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe ist weiter zu fokussieren und im Schulprofil festzuschreiben.“